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COPD – wenn die Lunge nicht mehr mitspielt !

COPD steht für Chronic Obstructive Pulmonary Disease und bedeutet nichts anderes als das die Atemwege ihrer Lunge dauerhaft krankhaft verengt sind.  Diese Verengung führt zu Anfang häufig zu Atemnotanfällen, die bedingt am Anfang durch sogenannte Dosieraerosole (Inhaliersprays oder sogenannte Haler) medikamentös behandelt werden können. Doch auf Dauer müssen sie lernen mit dieser Erkrankung zu leben wie Diabetiker z. B. lernen müssen das sie sich selbstdiszipliniert an individuelle Ernährungspläne halten sollen, muss der COPD-Erkrankte lernen Ursachen der Verschlechterung abzustellen, um nicht im schlimmsten Fall irgendwann von einer Beatmungsmachine abhängig werden zu müssen worauf es in Fällen leider hinausläuft.

Doch welche Ursachen hat die COPD ? 

Das passiert mit den Lungenbläschen z. B. bei einer COPD und vieles mehr…

Inhaltsverzeichnis

1. Die Ursachen und Zahlenfakten für eine COPD

2. Verlauf einer COPD 

3. Symptome einer COPD

4. Welche Therapien gibt es ?

4.1. Was ist bei einer fortgeschrittenden COPD noch möglich ?

4.2. Ab wann ist eine Heimbeatmung den notwendig im Rahmen einer COPD ?

5. Auf was sollten Pflegende insbesondere im Rahmen einer Heimbeatmung bei COPD-Erkrankten achten ?

 

1. Die Ursachen und Zahlenfakten für eine COPD

Die ins deutsch übersetzte "Chronisch obstruktive Lungenerkrankung" ist eine Volkskrankheit. Über 15 % aller 40 jährigen Erwachsenen in Deutschland sind erkrankt bei den über 70 jährigen Erwachsenen sind es sogar 30 %. Hauptursache der Erkankung ist das Rauchen !!! Ca. 90 % aller COPD-Patienten haben geraucht. Beim Schweregrad der Erkrankung spielen zwar die tägliche Konsummenge und die Gesamtzeit der Nikotinabhängigkeit eine Rolle, doch sind mittlerweile Frauen und Männer gleichermaßen betroffen. Auch Menschen die z. B. in staubigen Umgebungen ständig arbeiten müssen so z. B. im Bergbau haben ein erhöhtes Risiko an einer COPD zu erkranken.

2. Verlauf einer COPD

Also wir haben festgestellt das Rauchen von Tabakwaren (insbesondere die täglichen Zigaretten) die Hauptursache sind für eine COPD. Aber was passiert den beim Rauchen ? Die Zigarette enthält Schadstoffe die auf die Lunge einwirken. Diese verursachen beim Inhalieren der Zigarette immer wieder eine Reizung von Atemwegen und den darin befindlichen Schleimhäuten (merkt man auch am Reizhusten oder Raucherhusten). Diese immer wiederkehrende Prozedur (rauchen tut man ja schliesslich täglich oder ?) verursacht im weiteren Verlauf des Lebens (denn: so eine COPD entsteht meist in Jahren) eine chronische Entzündung der Atemwege. Weiterhin verkrampft immer wieder die Bronichialmuskulatur und die Bronchien verengen zunehmend. Ein typisches Symptom für eine COPD ist der sogenannte Luftstau: Der Erkrankte klagt über ein Engegefühl im Brustraum und hat das Gefühl der Atemnot. Diese ist einfach zu erklären, den durch die Verengung der Bronchien kann der Betroffene die eingeatmete Luft nicht mehr vollständig ausatmen, was weiterhin dazu führt das zuviel Luft in der Lunge verbleibt. Es kann also keine Frischluft mehr eingeatmet werden. Ohne das Abstellen der Ursachen (das Aufhören mit dem Rauchen) und dem Beginn einer geeigneten Therapie ensteht folgendes Schaubild:

Wenn Ihnen bis jetzt die Lust am Rauchen noch nicht vergangen ist,  habe ich hier noch einen weiteren Artikel auf meinem Blog zu Thema Rauchen aufhören verfasst. Vielleicht kann der Ihnen hoffentlich weiterhelfen…  siehe auch hier:

Rauchen aufhören – Bist Du auch dem blauen Dunst verfallen ?

Dennoch machen wir hier auch mal weiter.

3. Symptome einer COPD

Um die Symptome von COPD zu umschreiben gibt es den AHA- Effekt. Viele Raucher die bereits mehrfach versucht haben aufzhören werden jetzt sagen:"Den hab ich schon oft gehabt" und sie haben recht, den AHA steht für folgendes…

A – Auswurf (hervorgebrachter Schleim beim Husten)                                                                                                                                                                        H – Husten vor allen Dingen am frühen Morgen                                                                                                                                                                                   A – Atemnot die zunächst nur bei körperlicher Belastung da ist, jedoch späteren Verlauf in Ruhe vorhanden ist

Die COPD ist im Grunde nur ein Sammelbegriff für die chronisch obstruktive Bronchitis (Lungenentzündung) und das Lungenemphysem (irreversible Überblähung der Lungenbläschen siehe auch Anfangsbild des Artikels). Wichtig ist wie wir bereits festgestellt haben, das Wort Obstruktion welches nichts anderes als Verengung bedeutet.

bWeiterhin geht dieser Erkrankungsprozess über Jahre einher und schleichend erhalten sie ihre persönliche COPD. Die Lunge gilt als sehr belastbares Organ und hat sehr viele Reserven, die eben die Dauer bis zu einer Erkrnakung und einer Beschwerdezunahme erklären. Vielmehr trägt vor allen Dingen die Verharmlosung der Betroffenen bezogen auf die Symptome dazu bei, das eine ernsthafte Erkrankung irgendwann unweigerlich eintreten wird. Es gibt sogar COPD-Erkrankte die trotz schlimmster Atemnotzustände, welche nur noch mit Hilfe eines Beatmungsgerätes zum Überleben fähig sind (weil Ihnen sonst der Tod durch Atemstillstand droht), weiterhin rauchen und die Sucht somit ihr Leben immer weiter bestimmt. Hier auch ein Bericht auf youtube über COPD:

 

4. Welche Therapien gibt es ?

  • Als Zielsetzung der Therapie sollten folgende Faktoren im Vordergrung stehen:
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Linderung von Beschwerden
  • Erleichterung des Alltags
  • Weniger Exazerbationen der Erkrankung

Die medikamentöse Therapie

Hier kommen Bronchodilatatoren zum Einsatz. Diese werden mit einem Inhalator oder als Pumpaerosol zum Einsatz gebracht und wirken auf die Bronchien weitend (also: dilatativ). Die folgenden Wirkstoffen können enthalten sein: Anticholinergikene oder Beta-2-Sympathokomimetika.
Die Medikamente werden auch bei Allergikern eingesetzt und kommen bei Bedarf (also: bei Atemnot oder Luftstaugefühl) zum Einsatz. Sie gelten als Basistherapie bei einer COPD.
Weiterhin können auch Kortison haltige Aerosole eingesetzt werden, insbesondere bei besonders schlimmer Atemnot. Auch intravenöse Gaben können in schlimmen Fällen sofort die akute Atemnot beseitigen.

Die Therapie mit Beatmungsgeräten
 

4.1. Was ist bei einer fortgeschrittenden COPD noch möglich ?

Jetzt beginnt der Punkt an dem die Lunge nicht mehr mitspielt. In diesem Fall kommen sogenannte CPAP – Beatmungsgeräte zunächst zum Einsatz die auch bei Schlafapnoe Verwendung finden. CPAP bedeutet continious positive airway pressure und beschreibt im Grunde nur das der Betroffene meistens erst einmal über die Nacht einen fortlaufenden positiven Luftdruck mittels einer Maske durch das Gerät zugeführt bekommt. Zielsetzung ist hierbei die die Atemwege und die Lunge zu entlasten. Tagsüber hat der Betroffene dann mehr Leistungsfähigkeit übrig und kann seinen Alltag besser bewältigen. Solche Atemmasken können äußerst unteschiedlich aussehen. Ich werde diesbezüglich noch einen Atikel über die non-invasive Beatmung verfassen.

4.2. Ab wann ist eine Heimbeatmung den notwendig im Rahmen einer COPD ?

Den Anfang habe ich bereits unter 4.1. beschrieben. Bereits dann kann es möglih sein das der Betroffene von der Pflege anderer abhängig wird. Es geht jedoch noch schlimmer. Wenn die Erkrankung sich ihrem Endstadium nähert, bleibt vielen Betroffenen der Aufenthalt auf einer Intensivstation bedingt durch die schlimmen Atemnotzustände und die dann dort stattfindende Tracheostomie nicht erspart. Danach wird der Betroffene ein vollwertiges Heimbeatungsgerät erhalten und abhängig von der Technik dieser Maschine werden. Durch diese Prozedur ist ein Überleben über mehrere Jahre gesichert, jedoch sind deutliche Lebensqualitätseinbußen insbesondere in den Bereichen Mobilität und Selbstständigkeit hinzunehmen. Eine pflegerische Betreuung ist nun unbedingt erforderlich und kann heutzutage problemlos bei stabilisiertem Zustand überwiegend bis zum Lebensende zu Hause stattfinden.      

5. Auf was sollten Pflegende insbesondere im Rahmen einer Heimbeatmung bei COPD-Erkrankten achten ?

COPD - Betroffene haben aufgrund ihrer Erkrankung einen fortlaufend erhöhten CO2 Gehalt im Blut, welcher maßgeblich mit zur Steuerung der physiologischen Atmung beiträgt. Die Atmung wird im medulla oblongata (Atemzentrum) durch Rezeptoren geregelt, welche sich an die eben erwähnte Erhöhung des Gehaltes gewöhnen.  Weiterhin messen andere Chemorezeptoren auch den Anteil des gelösten Sauerstoff im Blut. Dieser wird normalerweise bei gesunden Menschen vom Atemzentrum nicht als Messwert zum Steuerungsantrieb verwendet, jedoch aber bei COPD-Erkrankten durch die chronische Erhöhung schon. Im Rahmen einer Erkrankung wird es jedoch immer wieder notwendig sein eine Sauerstofftherapie durchzuführen, um Atemnotsituation zu regulieren, da die Erkrankten immer wieder Sauerstoffsättigungsprobleme haben werden. Wird diese Therapie zu hochdosiert angesetzt (z. B. es wird 4 l Sauerstoff / min. ), nimmt das dem Betroffenen den übrig gebliebenen  physiologischen Atemantrieb und die Handlungsverantwortlichen riskieren das Ableben des Patienten.

Weiterhin sind bei COPD Patienten keine Leistungssteigerungen oder eine Genesung zu erwarten. Die pflegerische Arbeit sollte sich also eher Ressourcen erhaltend gestalten und nicht auf irgendeine Gesundung des Patienten abzielen. Vielmehr zum Ende der Erkrankung hin wird es notwendig sein den Betroffenen palliativ zu betreuen.

Vielen Dank fürs Lesen !

Hier noch ein Bücherempfehlungen

100 Fragen zum Thema COPD: Ein Ratgeber für Patienten und Angehörige von Jan Baltsch

Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der COPD von Peter Kardos

Hier auch noch ein paar DVD Empfehlungen

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